Worauf kommt es bei Kopierpapier an?

Kopierpapier wird täglich für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Damit Ausdrucke sauber gelingen und Drucker zuverlässig arbeiten, sollten Papierstärke, Druckereignung und Papierqualität zum jeweiligen Einsatzzweck passen.

Welche Papierstärke ist die richtige?

Die Papierstärke wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m²) angegeben und beeinflusst Stabilität, Haptik und Durchscheinverhalten.

Für den täglichen Einsatz im Büro ist Kopierpapier mit 80 g/m² der Standard. Es eignet sich für Korrespondenz, Rechnungen, interne Unterlagen und andere alltägliche Druckaufgaben.

Papier mit 90 bis 100 g/m² wirkt hochwertiger und wird häufig für Präsentationen, Berichte oder wichtige Dokumente verwendet. Noch stärkere Papiere ab 120 g/m² eignen sich beispielsweise für Aushänge, Urkunden oder Deckblätter.

Papiergewicht

Typischer Einsatz

80 g/m²

Standarddrucke und Kopien

90–100 g/m²

Präsentationen und Geschäftsdokumente

ab 120 g/m²

Aushänge, Urkunden und Deckblätter

 

Welche Papierformate gibt es?

Kopierpapier ist in verschiedenen Formaten erhältlich. Für den Büroalltag wird am häufigsten das Format DIN A4 (210 × 297 mm) verwendet. Es eignet sich für Briefe, Rechnungen, Berichte und die meisten alltäglichen Druckaufgaben.

Für größere Drucke wie Pläne, Präsentationen oder Aushänge kommt häufig DIN A3 (297 × 420 mm) zum Einsatz. Kleinere Formate wie DIN A5 (148 × 210 mm) eignen sich beispielsweise für Notizen, Handzettel oder Informationsblätter.

Welches Papierformat benötigt wird, hängt vor allem vom Verwendungszweck und den Anforderungen des jeweiligen Druckers oder Kopierers ab.

Ist Kopierpapier für jeden Drucker geeignet?

Modernes Kopierpapier kann in der Regel sowohl in Laserdruckern als auch in Tintenstrahldruckern verwendet werden. Für alltägliche Druck- und Kopieraufgaben eignet sich Standardpapier mit 80 g/m². Bei höheren Papierstärken oder speziellen Druckmedien sollten die Vorgaben des Druckerherstellers beachtet werden.

Eine Orientierung bieten die Laufeigenschaften nach DIN EN 12281. Diese Norm beschreibt die Eignung von Papier für den Einsatz in Druckern und Kopierern. Viele Kopierpapiere erfüllen diese Anforderungen und sind für Laser- und Tintenstrahldrucker sowie Kopierer geeignet.

Welche Rolle spielen Weißegrad und Opazität?

Der Weißegrad beschreibt, wie weiß ein Papier für das menschliche Auge erscheint. Die Benennung dieses Wertes erfolgt nach den Messverfahren ISO und CIE. Sie unterliegen unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen und sind nicht miteinander vergleichbar. ISO-Werte werden vorwiegend bei Recyclingpapieren angegeben und bewegen sich aktuell auf einer Skala von 60 bis 110 % nach ISO.
Je höher der Wert ist, umso weißer erscheint das Papier und umso brillanter und kontrastreicher wirkt das Druckbild. Für alltägliche Ausdrucke reicht häufig ein mittlerer Wert aus (z.B. 70 % nach ISO), während für Präsentationen oder Farbdrucke oft besonders helle Papiere bevorzugt werden.

Die Opazität beschreibt die Undurchsichtigkeit des Papiers. Je höher der Wert ist, desto weniger scheint der Druck der Rückseite durch. Dadurch bleiben Texte und Grafiken auch bei beidseitigem Druck gut lesbar. Viele hochwertige Kopierpapiere erreichen Opazitätswerte von über 95 %.

Recyclingpapier oder Frischfaserpapier?

Sowohl Recyclingpapier als auch Frischfaserpapier eignen sich für moderne Druck- und Kopiersysteme. Die Unterschiede liegen vor allem in den verwendeten Rohstoffen und den Eigenschaften des Papiers. Dadurch können Ressourcen wie Holz und Wasser geschont werden, da keine weiteren Bäume gefällt werden müssen und zudem Wasser gegenüber Frischfaserpapier eingespart wird.

Kopierpapier aus Altpapier

Recyclingpapier wird aus aufbereitetem Altpapier hergestellt. Dadurch können Ressourcen wie Holz und Wasser geschont werden, da keine weiteren Bäume gefällt werden müssen und zudem Wasser gegenüber Frischfaserpapier eingespart wird.

Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen Blauer Engel garantiert, dass das Papier zu 100 % aus Altpapierfasern hergestellt wird. Zudem ist bei der Produktion der Einsatz von Chlor, optischen Aufhellern und halogenierten Bleichmitteln ausgeschlossen.

Kopierpapier aus Frischfasern

Frischfaserpapier wird aus neu gewonnenen Holzfasern hergestellt. Es zeichnet sich häufig durch einen besonders hohen Weißegrad und eine sehr gleichmäßige Oberfläche aus. Dadurch wird es oft für hochwertige Geschäftsdrucksachen, Präsentationen oder farbintensive Ausdrucke eingesetzt.

Viele Frischfaserpapiere tragen das FSC®-Siegel, das für Holzfasern aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen steht. Dadurch wird die Herkunft der eingesetzten Fasern nachvollziehbar dokumentiert.

Druckereignung für Laser- und Inkjetdrucker

Kopierpapier eignet sich in der Regel sowohl für Laser- als auch für Inkjetdrucker. Für ein störungsfreies Druckergebnis sind neben der Grammatur vor allem eine gleichmäßige Papieroberfläche und gute Laufeigenschaften wichtig. Standard-Kopierpapier mit 80 g/m² ist für die meisten alltäglichen Druck- und Kopieraufgaben die richtige Wahl.

FAQs

Die meisten Kopierpapiere eignen sich sowohl für Laser- als auch für Tintenstrahldrucker. Bei höheren Papierstärken oder speziellen Druckmedien sollten die Vorgaben des Druckerherstellers beachtet werden.

Für den täglichen Einsatz im Büro wird meist Kopierpapier mit 80 g/m² verwendet. Für Präsentationen, Berichte oder hochwertige Ausdrucke können Papierstärken von 90 bis 120 g/m² sinnvoll sein.

Im Alltag werden die Begriffe häufig synonym verwendet. Modernes Kopierpapier eignet sich in der Regel sowohl zum Kopieren als auch zum Drucken und kann in den meisten Laser- und Tintenstrahldruckern eingesetzt werden.

Für den Duplexdruck empfiehlt sich Papier mit einer hohen Opazität. Dadurch scheint der Druck auf der Rückseite weniger stark durch und Texte bleiben gut lesbar.

Kopierpapier mit dem Blauen Engel besteht zu 100 % aus Altpapierfasern. Zudem sind bei der Herstellung Chlor, optische Aufheller und halogenierte Bleichmittel ausgeschlossen.